Foto: Jens Schulze

Tagungen 2020

Hier finden Sie unser komplettes Tagungsprogramm. 50 Kurse stehen zur Wahl. Seien Sie herzlich eingeladen zum Suchen, Stöbern und Finden!

 Unser Programm für 2020 im Überblick.

Erneuerungsprozesse in Gemeinde und Kirche gestalten

Leitung:
Dr. Silke Harms
Rainer Koch:

Ort:
Kloster Bursfelde                                                       

 Kolleg Nr. 1

Der Heilige Geist inspiriert, wandelt, erneuert die Gestalt der Kirche. Auf allen ihren Ebenen sind freiwillig Mitarbeitende und Hauptberufliche mit Veränderungsprozessen beschäftigt: Was kann und muss getan werden, um unsere Gemeinden und Kirchenkreise in den Herausforderungen wachsender Komplexität lebendig und zukunftsfähig zu gestalten? Neben den Kriterien der Strukturen und Finanzen stellt sich die Frage: Was leitet uns geistlich? Wie kann eine Begleitung von Prozessen aussehen, die vom Geist bewegt ist? Was leitet uns in diesen Entscheidungen? Wie halten wir Prozesse, Zielfindung und konkrete Veränderungsschritte offen und durchlässig für das Wirken Gottes?  

Wir suchen Antworten auf diese Fragen, indem wir Denken, Gespür für den Prozess und Aufmerksamkeit für den Geist in Beziehung zueinander setzen. Sie erleben dies im Seminar mit Hilfe unterschiedlicher Methoden. Raum zur Bearbeitung eigener Fragen und für die Umsetzung des Gelernten in eigene Kontexte ist vorgesehen.

Das Kolleg beginnt am Montag um 18.00 Uhr und endet am Freitag um 13:00 Uhr.

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Kirchengemeinde zwischen Nähe und Distanz

Leitung:
PD Dr. Folkert Fendler

Referent*in:
Prof. Dr. Gerald Kretzschmar
Dr. Steffen Schramm

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 2

Gemeinschaft, Geselligkeit und Bindung werden in vielen Kirchengemeinden groß geschrieben. Verbindliche Teilnahme an ihren Veranstaltungen gilt als Ausweis intensiver Kirchlichkeit. Gleichzeitig ist offensichtlich, dass viele Menschen – auch Kirchenmitglieder – gern auf Distanz bleiben. Zumindest wollen sie den Grad von Nähe und Verbindlichkeit selbst bestimmen können.

Das Kolleg beschäftigt sich mit dem Phänomen von Nähe und Distanz in Gemeindearbeit und Gottesdienst. Es zeigt, wie sich das Näheideal geschichtlich aus Parochialmodellen mit anderen Schwerpunkten entwickelt hat. Wie ist das Phänomen distanzierter Kirchlichkeit unter den veränderten inneren und äußeren Bedingungen der Kirche der Zukunft angemessen zu erfassen? Wie soll man damit umgehen? Wie gestaltet sich die Balance zwischen Nähe und Distanz in der eigenen Gemeindearbeit?

Das Kolleg beginnt am Montag um 15:00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.

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Buchvorstellung und Werkstatt

Leitung:
Christian Stasch

Referent:
Dr. Johann Hinrich Claussen

Ort:
Hanns-Lilje-Haus, Hannover

Kolleg Nr. 3

Was haben, um nur einige zu nennen, die Erzählungen von Kain, Abraham, Jakob, von Josef, Mose, Ruth, vom Volk Israel, Jesus und Paulus gemeinsam? Menschen sind auf der Flucht, sind z.T. Verfolgung ausgesetzt, müssen sich (immer wieder) neu zurechtfinden. So liest der EKD-Kulturbeauftragte Johann Hinrich Claussen die ganze Bibel als "Buch der Flucht". An 40 zentralen Texten, in die er einführt und die er in gut lesbarer Sprache nacherzählt, macht er seinen Ansatz deutlich. Gegen Ende spricht er von der "Geburt der Theologie aus der Heimatlosigkeit" und unterstreicht die Gastfreundschaft der ersten Christen-Gemeinden. 

Das Buch macht neue Lust auf das Bibellesen und ruft, selbst bei vermeintlich bekannten Texten, Aha-Erlebnisse hervor. Ein facettenreicher und nicht moralisch daherkommender Beitrag zum Megathema Flüchtlinge / Migration.

Johann Hinrich Claussen, Das Buch der Flucht. Die Bibel in 40 Stationen, München 2018

Der Studientag beginnt am Dienstag um 11.00 Uhr und endet um 16.00 Uhr.

Ein Mittagsimbiss wird gereicht.

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Neues aus der Forschung, Impulse für die Praxis

Leitung:
Dr. Claas Cordemann

Referent*innen:
Prof. Dr. Melanie Köhlmoos
Pof. Dr. Reinhard Müller
PD Dr. Alexa Wilke

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen

Kolleg Nr. 04

Durch die neue Perikopenordnung ist die Anzahl der alttestamentlichen Texte, die im Gottesdienst zur Sprache kommen, deutlich gewachsen. Es geraten dabei biblische Texte in den Blick, die lange nicht wahrgenommen wurden und die in diesem Kolleg in exegetischer Perspektive erschlossen werden sollen. Wir wollen uns hier auf den aktuellen Stand der alttestamentlichen Forschung bringen lassen. Im Fokus stehen dabei der Psalter, der Pentateuch sowie die Weisheitsliteratur. Konkret werden folgende Frageperspektiven leitend sein:

  • Wer bin ich? Identität im Psalter.
  • Wer hat warum die Geschichte Israels so konstruiert wie sie heute erscheint?
  • Sprüche Salomos, Hiob, Qohelet – Entwicklungen weisheitlicher Theologie.

Wir werden in diesem Kolleg auch kleine homiletische Werkstücke zu den alttestamentlichen Predigttexten entstehen lassen.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.

 
 
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Buchvorstellung und Workshop

Leitung:
PD Dr. Folkert Fendler

Referent:
Prof. Dr. Thomas Kaufmann

Ort:
Universität Göttingen

Kolleg Nr. 5

Die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg war bekanntlich eine der entscheidenden Voraussetzungen für die Wirkung der Reformation. Die neue Technologie war aber nicht nur ein Medium, um Inhalte zu transportieren; sie beeinflusste das Denken und Schreiben der Reformatoren.

Der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann zeigt in seinem jüngsten Buch, wie diese Wechselwirkung von Buchdruck, Inhalten und typographischer Inszenierung in den 1520er Jahren zu einer kommunikativen Revolution führte, die in mancher Hinsicht mit dem digitalen Umbruch unserer Tage vergleichbar ist. Als Schriftsteller, Verleger, Finanziers, Buchdrucker, Distributoren, Korrektoren, Lektoren und Setzer haben die Buchakteure, die printing natives, wesentlich an den literarischen und publizistischen Strategien der Reformation mitgewirkt.

Thomas Kaufmann, Die Mitte der Reformation. Eine Studie zu Buchdruck und Publizistik im deutschen Sprachgebiet, zu ihren Akteuren und deren Strategien, Inszenierungs- und Ausdrucksformen, Tübingen 2019.

Der Studientag beginnt am Montag um 11:00 Uhr und endet um 18.00 Uhr.

Ein Mittagsimbiss wird gereicht.

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Einfach Visualisieren

Leitung:
Christian Stasch

Referentin:
Britta Mutzke

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Mitdenken erleichtern, gemeinsam Ideen entwickeln, Sprachbilder umsetzen, Ergebnisse festhalten, so dass etwas hängen bleibt – die Vorteile einer guten Flipchart-Gestaltung liegen auf der Hand.

Dennoch denken viele zunächst: „Ich kann aber nicht malen“. Gute Voraussetzung für diesen Kompaktkurs, denn hier werden Basics des Visualisierens vorgestellt und eingeübt: Stifte, Stifthaltung und Linienführung, Grafik und Textcontainer (Pfeile, Banner, Sprechblasen, Wolken), einfache Gegenstände und Symbole, lesefreundliche Schrift, Farben und Flächen. Jede und jeder kann erste zeichnerische Schritte machen, Details, Tricks und Techniken kennenlernen.

Der so gefüllte eigene Werkzeugkoffer ist gleich in der nächsten Gruppenarbeit, Präsentation, eigenen Vorbereitung etc. einsetzbar.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet Dienstag um 13.00 Uhr.

Kombinierbar mit Kolleg Nr. 7: „Gruppenleitung“

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Leitung:
Christian Stasch
Michael Thon

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 07

Wer in der Kirche arbeitet, arbeitet auch in Gruppen. „Kirche als Kommunikationsprozess vollzieht sich ausnahmslos durch das Medium zwischenmenschlicher Interaktion und Gruppendynamik“ (D. Stollberg). So kommt Gruppen eine hohe Bedeutung für den Auftrag der Kirche in der Welt zu.

Das Kolleg fragt: In welchen Gruppen (Dienstbesprechungen, Konfi-Gruppen, Seniorenkreis, Kirchenvorstand …) vollzieht sich Kirche – und wie? Was brauchen die Gruppen, um gut zu funktionieren? Welche Art Leitung ist förderlich? Und was braucht die Leitungsperson für ihre Aufgabe?

Dabei setzen wir bei eigenen Gruppen- und Leitungserfahrungen ein, reflektieren die eigene Praxis vor dem Hintergrund von Gruppendynamik und Leitungsstilen. Praktische Übungen und Tools für typische Situationen, Fallbesprechungen und spielerische Inputs helfen, das eigene Leitungshandeln genauer zu verstehen und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.

Das Kolleg beginnt am Dienstag um 15.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.

Kombinierbar mit Kolleg Nr. 06: Fit am Flipchart

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Leitung:
Martina Rambusch-Nowak

Referentin:
Ruth Poser

Ort:
Evangelisches Bildungshaus Rastede

Kolleg Nr. 08

Das alttestamentliche Ezechielbuch hat seine Leserschaft seit jeher befremdet. Den Namensgeber des Buches hat man im Laufe der Auslegungsgeschichte immer wieder pathologisiert – zuletzt ist Ezechiel mehrfach, Posttraumatische Belastungsstörung‘ attestiert worden.

Ruth Poser liest das Ezechielbuch konsequent als fiktionale Trauma- oder Überlebensliteratur. Damit erschließt sie die Ezechielprophetie neu als literarisch-theologische Auseinandersetzung mit den traumatisierenden Kriegsereignissen, die Juda und Jerusalem zu Beginn des 6. Jahrhunderts vor Christus getroffen haben. Die Gewalterfahrung des Exils setzt im Ezechielbuch nicht nur einen Schuld-Strafe-Diskurs frei, sondern auch das theologisch erschütternde Bild einer traumatisierten Gottheit – beides mit dem Ziel, das Überleben Gottes und seines Volkes zu sichern. Damit wird ein narrativer Raum eröffnet, in dem menschliche und göttliche Gewalt zur Sprache kommen und bearbeitet werden können.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15:00 Uhr und endet am Freitag um 13:00 Uhr.

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Ein plattdeutsches Kolleg

Leitung:
Imke Schwarz
Traugott Wrede

Referenten*innen:
Dr. habil. Birte Arend
Heiko Frese
Mathias Hofmann
Hans-Hinrich Kahrs
Helmut Winkelmann
Dr. Wilfried Zilz

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 9

1999 wurde die „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen“ unterzeichnet. Die plattdeutsche Sprache erfährt seitdem in Deutschland eine besondere Förderung. Teil dieser Förderung ist das Angebot von Schulunterricht „up Platt“. Die Bundesländer haben Konzepte entwickelt – von der Plattdeutsch-AG in der Grundschule bis hin zur Möglichkeit des Abiturs in plattdeutscher Sprache.

In diesem Kolleg wird die plattdeutsche Landschaft in den verschiedenen Schulformen vorgestellt. LehrerInnen aus mehreren Bundesländern berichten aus ihrer Praxis. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Niederdeutsche Didaktik. Die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schule wird am Beispiel plattdeutscher Schulgottesdienste behandelt.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 und endet am Donnerstag um 13 Uhr.

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Leitung:
Pfarrerin Irene Sonnabend

Ort:
Haus der Stille, Kloster Drübeck

Kolleg Nr. 10

Dieses Pastoralkolleg im Haus der Stille lädt dazu ein, mit dem Geschehen der Passions- und Osterzeit tief und in Ruhe in Kontakt zu kommen.

Vormittags widmen wir uns der gemeinsame Lektüre und dem Gespräch über die Bibel, ergänzt durch literarische Impulse und meditative Zugangsweisen.

Der Schwerpunkt dieses Jahres wird bei den für Karfreitag und die Osterzeit vorgesehenen Predigttexten liegen.

Die Nachmittage sind persönliche Resonanzzeit und können in erholsamem Schweigen und beim Wandern durch die Harzwälder bei Drübeck verbracht werden.

Wer in dieser Woche bereits ins Schreiben für die Predigtarbeit kommen möchte, findet in den Abendrunden Impulse ins kreative Schreiben und Austausch darüber.

Die Gebetszeiten in der Klosterkirche sowie das Sitzen in Stille zur Nacht geben diesen Tagen ihren Rhythmus.

Das Kolleg beginnt am Montag um 18:00 Uhr und endet am Freitag um 11:00 Uhr.

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Was geht vor beim Abendmahl?

Leitung:       
Marianne Gorka
Imke Schwarz
Catharina Uhlmann

Referent:
Prof. Anselm Schubert

Ort:
Michaeliskloster Hildesheim

Kolleg Nr. 11

Immer stärker scheinen individuelle Bedürfnisse auf die Gestaltung des Abendmahls Einfluss zu nehmen. Wein oder Saft? Gemeinschafts- oder Einzelkelch? Neue Formen und geliebte Traditionen wollen zusammengeführt werden.

Mit Prof. Anselm Schubert begeben wir uns auf eine Reise durch die kulinarische Geschichte des Abendmahls. Sein Buch „Gott essen“ und sein Zugang, das Abendmahl über seine „Food History“ zu erschließen, lassen uns das Heilige Mahl erfrischend und entspannend mit neuen Augen sehen. Was ist mir lieb und heilig rund um das Abendmahl? Welche praktisch-theologischen oder kirchenleitenden Vorgaben gibt es? Finden sich einleuchtende Kriterien? Über diese Fragen wollen wir zur Klärung der eigenen Praxis finden.

Eine abendliche Weinprobe und eine Führung durch das Dommuseum mit Schwerpunkt auf den ausgestellten Vasa Sacra runden das Programm ab.

Das Kolleg beginnt am Dienstag um 11.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13 Uhr.

Eine Kooperation mit dem Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik, Hildesheim.

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Die Erfahrung von Fremdheit in hospizlichr Begletung.
23. Loccumer Hospiztagung

Leitung:              
Annette Behnken
Rosemarie Fischer         
Andreas Kunze-Harper

Referenten*innen:
Prof. Dr. Traugott Roer
Dr. Carmen Birkholz
Dr. med. Susanne Hirsmüller

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 12

In der hospizlichen Begleitung entstehen häufig Nähe und Vertrautheit. Zugleich begegnen sich dabei Menschen, die einander als befremdend erleben können. Fremdheitsgefühle und empfundene Differenzen können sich einstellen, wenn die Beteiligten unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben. Diese können migrationsbedingt sein aber ebenso in divergierenden sozialen Millieus, politischen oder religiösen Überzeugungen begründet sein. Fremdheit kann sich ebenfalls zwischen krankem und gesundem Menschen einstellen oder dem (eigenen) kranken bzw. sterbenden Körper gegenüber.

Diese Spannungen zwischen Nähegefühlen und Fremdheitsphänomenen und ihre Bedeutung für die hospizliche Begleitung werden in Vorträgen, Workshops und Gesprächen reflektiert.

Eine Kooperation mit dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V., Celle, dem Zentrum für Seelsorge, Hannover, und der Ev. Akademie, Loccum.

Das Kolleg beginnt am Freitag um 15:00 Uhr und endet am Sonntag um 13:00 Uhr.

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Zeit für mich und für ein Thema      

Leitung:           
PD Dr. Folkert Fendler

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 13

Sie wollen schon seit langem…

  • ein (theologisches) Buch von vorn bis hinten lesen
  • die Christuseinheit im Konfirmandenunterricht neu konzipieren
  • einen Vortrag in Ruhe vorbereiten
  • Ihr Notebook aufräumen
  • Ihre Englischkenntnisse aufpolieren
  • im Modus der Entschleunigung viele kleine Aufgaben der kommenden Wochen sortieren, erledigen, absagen
  • eine Predigtreihe zu schreiben beginnen?

Sie Sind nur noch nicht dazu gekommen?

Kommen Sie nun dazu! Kommen Sie nach Loccum! Nehmen Sie sich eine Woche frei für Ihr ganz persönliches Projekt. – Wir schaffen einen geistlichen Rahmen für Ihr Vorhaben und organisieren unter den Teilnehmenden, die es möchten, einen kollegialen Austausch.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Serien als große Erzählungen von Leben und Glauben

Leitung:      
Imke Schwarz

Referenten:                 
Prof. Dr. Ingo Reuter
Micha Steinbrück
Mitarbeiter*innen der Serie „Rote Rosen“ aus Lüneburg

Ort:
Pastorallkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 14

Die „Lindenstraße“ und „Game of Thrones“ sind Geschichte. Die Serie lebt weiter! In etlichen Formaten werden große Geschichten erzählt, der Kampf Gut gegen Böse geführt, Intrigen gesponnen, Mythen entwickelt. Viele Serien bedienen sich religiöser Motive.

Das Kolleg nähert sich dem Phänomen Serie historisch und theologisch: Mit einem Gang durch die Seriengeschichte unter besonderer Berücksichtigung des aktuellen Formates „The Walking Dead“. Ein Tag ist der Rolle der Pastorinnen und Pastoren in Serien gewidmet. Mitarbeiter der Serie „Rote Rosen“ geben einen Einblick in das „Making of“. Weitere Schwerpunkte sind die Gestaltung eigener Andachten zu Serien sowie die Aufnahme von Serien in sozialen Netzwerken.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15:00 Uhr und endet am Freitag um 13:00 Uhr.

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Ein interdisziplinärer Diskurs. Studientag

Leitung:
PD Dr. Folkert Fendler

Referenten:
Prof. Dr. Kristian Folta-Schoofs
Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck

Ort:
Universität HIldesheim                  

Kolleg Nr. 15

Was steuert unser Verhalten? Was prägt unser Erleben? Worin gründet unsere moralische und ethische Urteilsfähigkeit? Die kognitiven Neurowissenschaften haben zu solchen Fragen in der Vergangenheit neue spannende Erkenntnisse gewonnen: Weniger der Verstand als vielmehr Emotionen prägen uns. Weniger rationale Abwägung als vielmehr zur Gewohnheit gewordene Reiz-Reaktions-Schemata bestimmen unser Tun, unser Entscheiden und unsere Perspektive auf Absichten, Beweggründe und emotionale Zustände anderer Menschen.

Der Studientag widmet sich den Themen Ritualität und Emotionalität aus psychologischer und theologischer Perspektive. Geplant ist ein interdisziplinärer Austausch zwischen den Impulsgebern Folta-Schoofs und Meyer-Blanck sowie Masterstudierenden und Promovierenden des Instituts für Psychologie der Universität Hildesheim und Pastor*innen und Diakon*innen.

Der Studientag beginnt am Mittwoch um 11:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr.

Ein Mittagsimbiss wird gereicht.

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in den mittleren Amtsjahren

Leitung:          
Michael Bornschein                                  
Sissy Maibaum                                        

Ort:                 
Pastoralkolleg im Kloster Drübeck

Kolleg Nr. 16

Wer schon seit einigen Jahren im Pfarramt tätig ist, verfügt über einen großen Schatz an beruflichen und geistlichen Erfahrungen zwischen Gelingen und Scheitern, Gemeinschaft und Einsamkeit.

Die Bilanz- und Orientierungstage im Pastoralkolleg Drübeck wollen helfen, diese Erfahrungen in Tagen des gemeinsamen Lebens an einem wohltuenden Ort im Nachsinnen über die Schrift und im kollegialen Gespräch miteinander und persönlich zu reflektieren. Sie bieten die Chance, für 10 Tage aus dem beruflichen Alltag herauszutreten, sich geistlich zu vergewissern und neue Impulse und Orientierung für den weiteren beruflichen Weg zu bekommen.

Einige Elemente des Kollegs sind:

gemeinsames geistliches Leben mit Tagzeitgebeten in der romanischen Klosterkirche

tägliches Gespräch mit der Heiligen Schrift

  • Bearbeitung von „Brennpunkten“ in Kleingruppen in kollegialer Beratung
  • Zeit zum persönlichen Nachdenken, Lesen, gemeinsamen Singen und für sportliche Aktivitäten
  • eine Exkursion in der näheren Umgebung; gemeinsame Wanderungen   

Für Teilnehmende aus dem Bereich des Pastoralkollegs Niedersachsen stehen zwei Plätze zur Verfügung.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Mittwoch um 13.00 Uhr.

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Ein Clownerie-Kolleg

Leitung:  
Imke Schwarz    
              
Referentinnen:
Dr. Gisela Matthiae
Elke Markman
Hiltrud Warntje

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 17

Clowns und Clowninnen entdecken die Welt auf ihre Art: Sie nehmen im Kleinen das Große wahr, staunen mit Leidenschaft, gehen liebevoll mit ihren Schwächen um und finden für jede Situation eine kreative Lösung – immer in dem Glauben, dass sich alles verwandeln kann. Und niemals auf Kosten anderer. Der clowneske Blick ist so aufmerksam wie gelassen und gnädig – darin dem Blick der Rechtfertigung aus Gnade verwandt. In diesem Kolleg üben wir in Grundzügen eine clowneske Haltung ein, die auch als „zweite Naivität“ bezeichnet werden kann: Im stummen Spiel – unterstützt von allerlei Tönen und Lauten - wird der eigene Körper fokussiert, in Staunen und Selbstvergessenheit versetzt. Die Arbeit an konkreten Fällen mit Methoden des Impro-Theaters, wie es in der Clownerie üblich ist, ermutigt dazu, mit einem neuen, heiteren Blick auf sich selbst und die pastorale Praxis zu schauen.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Konfrontation mit dem Ungewöhnlichen. Ein Fotokolleg

Leitung: 
Torsten Nowak

Referent:
Mario Dirks

Ort:
Evangelisches Bildungshaus Rastede

Kolleg Nr. 18

In diesem außergewöhnlichen Kolleg werden Bilder entstehen, die abseits der alltäglichen Fotografie liegen. Inspiriert vom Künstler Erwin Wurm und seinen One Minute Sculptures wird der Fotograf Mario Dirks gemeinsam mit den Teilnehmenden durch Formreduzierung und materiellen Minimalismus Fotos erschaffen, die neben theologischen Themen und biblischen Gestalten teilweise auch Alltagsprobleme behandeln.

Wie stelle ich mich in der Öffentlichkeit dar? Wie sehen mich die anderen? Wofür schäme ich mich? Welche Wirkung hat meine Körperhaltung auf mich und andere? Objekte und Gegenstände werden zweckentfremdet und der menschliche Körper wird zum künstlerischen Medium. Dadurch entstehen Bedeutungsverschiebungen, die den Betrachter nicht nur verwirren, sondern teilweise schmunzeln lassen und neue Zugänge auch zu biblischen Erzählungen eröffnen.

Das Kolleg beginnt um Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Ambivalenz und Glaube

Leitung:
Christian Stasch

Referent:
Prof. Dr. (em.) Michael Klessmann

Ort:
Loccum

Kolleg Nr. 19

Eine Ehrenamtliche fordert: „Wenn schon alles so wacklig ist, dann sollten jedenfalls Sie als Pastorin fest daran glauben. Denn wenn nicht mal mehr die Hauptamtlichen …“ – Dass die Kirche sonst bald untergehe, ist wohl die Befürchtung. Klar und eindeutig, profiliert und glaubensstark sollten Pastorinnen und Pastoren daher sein. Oder? 


Michael Klessmann zeigt einen anderen Weg auf: „Warum sich in der Gegenwart Glaubensgewissheit zu Glaubensambivalenz wandeln muss.“ Er wirbt für einen differenzierteren Glaubensbegriff. Ambivalenz-Erfahrung sollte nicht als Makel betrachtet werden, der bekämpft oder überwunden werden muss, sondern als notwendige Bereicherung und kreative Fähigkeit.  
 

In diesem Kolleg werden zahlreiche Aspekte aus Klessmanns Buch „Ambivalenz und Glaube“ (2018) im Mittelpunkt stehen. Der Autor begleitet das gesamte Kolleg. An Predigten und Seelsorge-Erfahrungen der Teilnehmenden sowie an Werkstücken, die im Kurs entstehen, wird dieser entlastende Ansatz praktisch erprobt.
 

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.

 

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Ehrenamtliche für die Seelsorge gewinnen und ausbilden

Leitung:
Claudia Putz
Kathrin Weiß-Zierep
Dr. Martin Zerrath

Ort:
Pastoralkolleg Ratzeburg

Kolleg Nr. 20

Ob im Krankenhaus oder in der Kirchengemeinde: Die Zeit für Seelsorge wird Pastorinnen und Pastoren manchmal zu knapp. Zugleich gibt es hier wie dort Neugierige und Motivierte, die sich ehrenamtlich in der Seelsorge engagieren wollen. Menschen hierfür zu gewinnen, auszubilden und zu begleiten, wird zunehmend zur pastoralen Aufgabe.

An dieser Stelle setzt der Kurs an. Er erarbeitet Strategien, wie Menschen für die Seelsorge im Krankenhaus und in der Kirchengemeinde gut geworben und gefunden werden. Er hilft bei der Erstellung eines Curriculums in der Schulung und Begleitung ehrenamtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger. Außerdem gibt er Impulse für die praktische Umsetzung. 

Methoden und Inhalte

  • Einladend werben: Ehrenamtliche für die Seelsorge gewinnen
  • Gemeindeentwicklung: Was ist die Vision für mein Projekt?
  • Arbeit am Curriculum: Seelsorgeschulung gestalten
  • Ansprechpartnerin sein: Ehrenamtliche begleiten

    Für Teilnehmende aus dem Bereich des Pastoralkollegs Niedersachsen stehen drei Plätze zur Verfügung.
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Improvisationstheater für den täglichen Gebrauch

Leitung:
Dietrich Hannes Eibach

Referentin:
Regina Fabian

Ort:
Evangelisches Studienseminar Hofgeismar

Kolleg Nr. 2

Die schlagfertige Antwort – nach zehn Minuten. Eine lockere, freundliche Reaktion – in der Nacht fällt sie mir ein. Alltägliche Begegnungen flexibler und spielerischer zu gestalten, dazu können Methoden aus dem Improvisationstheater genutzt werden.

Elemente aus dem Improvisationstraining taugen nicht nur für die Bühne. Sie erweitern das Repertoire der eigenen Möglichkeiten bei verschiedenen Anlässen im Pfarrberuf und in Gemeindegruppen. Sie geben Anregungen für die seelsorgliche Praxis wie auch für die Beratungsarbeit. Durch die Begleitung einer erfahrenen Trainerin kommt es immer wieder zu einem überraschenden Perspektivwechsel, in dem Sie Ihr eigenes Potential entdecken.

Für Teilnehmende aus dem Bereich des Pastoralkollegs Niedersachsen stehen drei Plätze zur Verfügung.

Das Kolleg beginnt am Mittwoch um 10.30 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Leitung:
Sr. Reinhild von Bibra
Melanie Pfeiffer
Stephan Remmer
Sr- Christiane Marei Steins
Sr. Adelheid Wenzelmann

Ort:
Kloster Wülfinghausen

Kolleg Nr. 22

Diese Kurswoche verbindet Dynamik und Ruhe, Bewegung und Stille, Reitstall und Kloster. Der klösterliche Gebetsrhythmus bildet den äußeren Rahmen.  

Durch den Kontakt mit dem Pferd kann man zu sich selber finden, inneren Bewegungen und alltäglichen Verhaltensmustern auf die Spur kommen: Führen und loslassen, sich anvertrauen und tragen lassen, die Aufmerksamkeit schärfen, Angst wahrnehmen und damit umgehen lernen - und bei alledem auch einfach Natur und Stille genießen sowie Zeit zum Beten und für sich haben. 

Das erfahrene Team des Klosters Wülfinghausen sowie ein Reitlehrer führen durch diese Tage. Die Teilnahme ist mit und ohne Reit-Kenntnissen möglich. 

Bitte beachten: Dieser Kurs für Pastor*innen und Diakon*innen beginnt am Dienstag bereits um 12.00 Uhr, endet am Samstag um 13.00 Uhr und umfasst, das ging leider nicht anders, den Himmelfahrtstag. 

Zusätzliche Eigenbeteiligung: 75,- €

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Chancen, Risiken und Nebenwirkungen

Leitung:
Christian Stasch

Referentin:
Prof. Dr. Anne Grohn (früher: A. Böhmer)
 

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 23.

Der Pfarrberuf ist ein Schlüsselberuf in der Kirche. Er hat reizvolle und beglückende Seiten, enthält aber auch Erfahrungen von uferloser Arbeit einerseits und inhaltlicher Leere andererseits.

Wir gehen der Frage nach: Was können die und der Einzelne selbst dazu tun, um den Pfarrberuf möglichst gut und mit Lebensfreude auszuüben, ohne dabei völlig zu erschöpfen? Und welche Fallen lauern?

Vorrangiges Ziel dieser Kurs-Tage kurz vor Pfingsten sind daher die Selbstreflexion, Beratung und kollegiale Unterstützung, um bestehende Spielräume für die eigene Person zu erkennen und zu nutzen.

Themenauswahl:

  • Pfarrbilder und Erwartungen
  • Macht und Ohnmacht
  • Rolle, Amt, Person
  • Stress, Anspannung und Entspannung
  • Pfarrberuf und Gender

Das Pastoralkolleg beginnt am Mittwoch um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

 

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Ruhestandskolleg

Leitung:
PD Dr. Folkert Fendler

Referenten:
Prof. Dr. Reinhard Müller
Dr.Dr. Matthias Becker
Wiegand Wagner
Bischof Thomas Adomeit
Andreas Brummer
Matthias Wille

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 24

Das waren noch Zeiten, als Jahwist und Priesterschrift noch klar zu unterscheiden waren und niemand an der Zweiquellentheorie zweifelte! Zu Zeiten der „Generation Ruhestand“ hatte Exegese ein klares Profil, das Schritt für Schritt abzuarbeiten war: Textkritik, formgeschichtliche Analyse, Redaktionskritik etc. Man hört nun, dass es da einige Umbrüche gegeben haben soll. Aber welche genau? Mit welchem Recht?

 

Das Hauptthema des Kollegs beschäftigt sich mit neueren Zugängen und Methoden des alt- und neutestamentlichen Textverständnisses. Daneben wird ein Gespräch zwischen jungen Pfarrpersonen und den Teilnehmenden der Tagung organisiert, sowie ein Workshop zu mystischer Spiritualität angeboten. Bischof Thomas Adomeit, Oldenburg, berichtet aus dem kirchlichen Leben und hält die Predigt im Abendmahlsgottesdienst.
 

Das Kolleg beginnt am Dienstag um 15.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.
 

 

 

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Seelsorge und Dienstvorgesetztenverhältnis im Pfarrberuf

Leitung:
Angela Grimm
Gert Stührmann

Referenten:
Prof. Dr. Traugott Roser
Oberlandeskirchenrat Dr. Rainer Mainusch
Oberkirchenrat Dr. Friedrich Ley
Assessorin Katrin Hecke

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 25

Pastorinnen und Pastoren sind zugleich Seelsorger*innen und Dienstvorgesetzte. Personalführung ist zugleich durch eine allgemeine Fürsorgepflicht und durch eine geistlich-seelsorgliche Haltung geprägt.

In verschiedenen Zugängen will sich das Kolleg diesem spannungsreichen Verhältnis nähern. Es soll über die eigene berufliche Praxis und Rolle in Form von Rollogramm-Arbeit und Fallarbeit nachgedacht werden. Die pastoraltheologische Dimension des Themas kommt aus der Perspektive von Spiritual Care in den Blick. Dazu werden auch kirchenrechtliche Positionen, wie z.B. das Seelsorgegeheimnisgesetz, näher betrachtet.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.

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Leitung:
Friedhelm Meiners
Annemarie Pultke
Dr. Joachim Schlör

Ort:
St. Jakob i.Ahrntal / Südtirol

Kolleg Nr. 26

Täglich finden sich Pfarrerinnen und Pfarrer in verschiedenen Situationen mit unterschiedlichen Menschen wieder, in denen ihre Leitungskompetenz in der Gemeinde gefragt ist. Ehrenamtliche leitend zu begleiten und Hauptamtlichen in angemessener Weise und der eigenen Persönlichkeit entsprechend Vorgesetzte zu sein, ist eine Herausforderung.

Die Fortbildung gibt Raum, in Fallbesprechungen nach der Balint Methode und Theorieeinheiten das eigene Leitungshandeln zu reflektieren und neue Entwicklungsmöglichkeiten zu erschließen. Es wird in zwei parallelen Gruppen gearbeitet. Unterbringung erfolgt in der Pension Gruberhof (Einzelzimmer, Halbpension). Gemeinsame Bergwanderungen in den Südtiroler Alpen vertiefen und ergänzen die Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Fortbildung findet in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt, sodass durch die Beteiligung von katholischen Kollegen die Perspektive noch einmal geweitet wird.

Aufgrund der erhöhten Kosten für den Auslandsaufenthalt wird zusätzlich zur gestaffelten Eigenbeteiligung ein Beitrag von € 150,00 erhoben.

Diese Fortbildung beginnt am Montag um 7.00 Uhr mit der Abfahrt mit dem VW Bus in Braunschweig (Zustieg um 8.30 Uhr am Bahnhof Göttingen oder an der A7 möglich) und endet am Montag gegen 20.00 Uhr in Braunschweig.

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Grenzgänge zwischen Poesie und Gebet

Leitung:
Holger Bentele
Hannes Langbein

Ort:
Bonhoeffer-Hotel, Berlin

Kolleg Nr. 27

Es gibt eine Sehnsucht nach neuer religiöser Sprache und nach Zugängen zu den Geheimnissen des Lebens in und in lyrischer Form. In diesem Pastoralkolleg wollen wir den sprachlichen Grenzgängen zwischen Gebet und Poesie nachgehen und sie praktisch erproben. Als Ausgangspunkt dient der Kunstgottesdienst „Mein Psalm“ der Kulturstiftung St. Matthäus der EKBO: Ein*e bekannte*r Gegenwartslyriker*in schreibt in Auseinandersetzung mit einem biblischen Psalm einen poetischen Psalmtext, der in dem Kunstgottesdienst „zur Aufführung“ kommt. Der Bischof der EKBO hält die Predigt. Von diesem Beispiel ausgehend werden wir zwischen Poesie, Gebet und Gegenwartssprache miteinander arbeiten und uns austauschen. 

 

Inhalte und Methoden:

  • Besuch des Gottesdienstes „Mein Psalm“
  • Workshop mit dem Lyriker, der Lyrikerin
  • Besuch der Kulturkirche St. Matthäus und Gespräch mit Direktor H. Langbein
  • Auseinandersetzung mit einer lyrischen Gegenwartssprache des Gebets
  • Eigene praktische Werkstücke erstellen

Für Teilnehmende aus dem Bereich des Pastoralkollegs Niedersachsen stehen drei Plätze zur Verfügung.

Das Kolleg beginnt am Mittwoch um 15.00 Uhr und endet Freitag um 14.00 Uhr.

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Quartiersentwicklung und Gemeinwesendiakonie

Leitung:
Imke Schwarz
Jörg Stoffregen
Peter Meißner

Ort:
St. Ansgar-Haus, Hamburg-St. Georg

Kolleg Nr. 28

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, biografischen Hintergründen, Beeinträchtigungen und Kompetenzen die Räume in Dörfern und Quartieren nutzen und gestalten.

In der Kooperation von Kirchengemeinden mit anderen Akteuren des öffentlichen Lebens liegt die Chance, diese Lebensräume unter Beteiligung der Menschen vor Ort zu entwickeln und positiv zu prägen. Kirche kann in diesem Prozess moderierend, aktivierend und gestaltend tätig werden.
In diesem Kolleg erfahren Sie, wie Gemeinwesendiakonie und Quartiersentwicklung als strategische Aufgabe und Teil der Gemeindeentwicklung verstanden werden kann. Sie lernen an Praxisorten Handlungsansätze für Ihre Gemeindearbeit kennen. Wir besuchen unter Anderem das entstehende Stadtquartier „Neue Mitte Altona“ und fragen nach der Rolle der Kirche.

 

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Leitung:
Christian Stasch

Referenten:
Prof. Dr. Kristian Fechtner
Michael Merkel
PD Dr. Folkert Fendler

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 29

Der Sinn einer für alle offenen Volkskirche wird in den Kasualien anschaulich. Religion artikuliert sich gerade in der individuellen Biographie. So sind die Kasualien ein Brennpunkt pfarramtlicher Praxis; sie sind zeitintensiv (gerade bei zunehmender Tendenz zur Eventisierung) – und sie erfreuen sich bei denen, die sie zu gestalten haben, recht unterschiedlicher Beliebtheit.

Im ersten Teil dieses Kollegs beschäftigen wir uns mit den Grundphänomenen und Veränderungen sowie den theologischen und lebensweltlichen Perspektiven von Taufe und Trauung, Bestattung und „neuen Kasualien“.

Im zweiten Teil werden eigene mitgebrachte Kasualansprachen in das kollegiale Gespräch (in Kleingruppen) eingebracht und Formen von Feedback-Kultur erprobt.

Musik zum Schluss: Wir werden fachkundig an neue Kasual-Lieder herangeführt, singen selbst und fragen nach der Qualität und den Einsatzmöglichkeiten dieser Lieder.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Donnerstag um 13.00 Uhr.

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Ein Malkolleg

Leitung:
Martina Rambusch-Nowak

Referentin:
Meike Janßen

Ort:
Evangelisches Bildungshaus Rastede

Kolleg Nr. 30

Erwachsene bestehen zu ca. 70% aus Wasser. Und auch ohne Luft, Erde und Feuer könnten wir nicht leben. Die vier Elemente werden Ausgangspunkt für künstlerische Gestaltungen. Verschiedene Erden, auch die von Zuhause mitgebrachten, werden mit Pigmenten zu eigenen Farben gemischt. Bei einer Exkursion an das Wattenmeer werden wir Watt und Wasser nicht nur sehen, sondern auch sinnlich erspüren. Das Malen mit Schlick und Aquarellfarben gehört ebenso dazu wie das Einfangen der Luft, sprich des hohen Himmels im Norden. Experimente mit Feuer und Kohle runden dieses Malkolleg ab.

Künstler wie William Turner, Georgia O´Keeffe, Emil Schumacher, Anselm Kiefer und andere werden uns inspirieren. Durch malerische, grafische, collagierende, reliefartige und objekthafte Darstellungsformen wird es möglich sein, den eigenen künstlerischen Weg zu gehen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wer Lust auf forschendes Tun zu den vier Elementen hat, ist hier genau richtig.
 

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Leitung:
Christian Stasch

Referentin:
Dr. Simone Liedtke

Ort:
24.-26.06. Hotel Alter Park, Augsburg
26.-27.06. Pension Rose, Oberammergau

Kolleg Nr. 31

Ein bayerisches Dorf steht Kopf. Alle zehn Jahre befindet sich Oberammergau im Ausnahmezustand. Der halbe Ort spielt mit bei den Passionsfestspielen. Die Männer haben Rasierverbot. Beim letzten Mal (2010) haben 515.000 Menschen gezahlt und gestaunt.

Inhaltlich ergeben sich viele Aspekte:  Welchen Stellenwert haben Leiden und Kreuz im Stück und in unserer Theologie? Wie lassen sich Jesus und die Passion überhaupt darstellen und welche theologischen „Jesusbilder“ werden damit transportiert? Inwiefern lauert immer auch die Gefahr einer antijüdischen Darstellung? Gerade mit dem letzten Aspekt hat sich die Festspielleitung in den letzten Jahrzehnten stark auseinandergesetzt.

Die 42. Passionsfestspiele wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir beginnen in Augsburg mit thematischen Hinführungen, fahren weiter zum Besuch der Aufführung (14.30 h – 22.30 h, incl. dreistündige Pause mit Abendessen) und lassen den Abend in Oberammergau ausklingen. Während der Rückfahrt am nächsten Tag gibt es Impulse zur Reflexion.

Gemeinsame Hin- und Rückfahrt ab Hannover bzw. Göttingen (Gruppenticket), Eintrittskarte, Festspiel-Essen, Übernachtungen und fast alle Mahlzeiten inkl.

Zur gewohnten Eigenbeteiligung kommt ein Aufschlag von 150,- € hinzu.

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Eine Zwischenbilanz auf der Schwelle

Leitung:
Andreas Brummer
Gottfried Mahlke
Susanne Kruse-Joost

Referentin:
Dr. Irmhild Liebau

Ort:
25.06.-27.06. Kloster Amelungsborn
27.06.-28.06. Jugendherberge Silberborn
28.06.-29.06. Baumhaushotel Solling
29.06.-03.07. Kloster Bursfelde

Kolleg Nr. 32

Das Kolleg „die letzte Dekade im Amt“ widmet sich den letzten 10 Berufsjahren als eigenem Gestaltungs- und Möglichkeitsraum innerhalb der Berufsbiographie. Dies geschieht im Rück- und Ausblick: Wo komme ich her? Was hat mich geprägt? Was ist (noch) offen? Was ist jetzt „dran“? Diese und weitere Aspekte des beruflichen und persönlichen Lebens werden in den Klöstern Amelungsborn und Bursfelde, auf einem dreitägigen Pilgerweg im Hochsolling (Etappenlängen 15-20 km) sowie in der Universitätsstadt Göttingen erschlossen.

Elemente der Kursgestaltung sind neben gemeinsamen Gebetszeiten und der Arbeit an biblischen Texten, Körperarbeit sowie das Angebot kollegialer Beratung. 

Das Kolleg wird seit 2015 als Einladungskolleg der Hannoverschen Landeskirche im Rahmen des Projekts „Älterwerden im Pfarrberuf“ durchgeführt. In Kooperation mit dem Pastoralkolleg werden drei Teilnehmenden-Plätze für Pastorinnen und Pastoren der am Pastoralkolleg Niedersachsen beteiligten Kirchen frei gehalten.

Kolleg für Pastorinnen und Pastoren im 56. und 57. Lebensjahr (im Jahr 2020)

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Haupt- und Ehrenamtliche in gemeinsamer Verantwortung

Leitung:
Susanne Briese
Perdita Wünsch

Referent*innen:
Claudia Gerke
Philipp Elhaus
Dr. Ralph Fischer
Uwe Hobuß
Silke Kragt
Ulrike Gringmuth-Dallmer

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 33

Die Kirche wird kleiner: Personal, Mitgliederzahlen, Finanzen und gehen zurück. Darum wird und muss Kirche sich verändern. Sie tut gut daran, sich dabei an ihrem Auftrag auszurichten und von ihm her die Rolle und das Miteinander von Ehrenamt und pastoralem bzw. diakonischen Hauptamt neu zu bestimmen.

Mit den Themen

  • Kirche in der Zukunft
  • Die Kraft der inneren Bilder
  • Konkurrenz und Macht
  • Ehrenamtsmanagement

bietet das Seminar die Gelegenheit, Erfahrungen der Zusammenarbeit in gemischten Teams aus beruflich und ehrenamtlich Aktiven zu reflektieren. Unter dem Blickwinkel des Führens und Anleitens von Ehrenamtlichen wird das Angebot des Ehrenamtsmanagements als Chance zur Förderung der Zusammenarbeit auf Augenhöhe in gemeinsamer Verantwortung eingebracht. Den Abschluss bietet die Erarbeitung von Konsequenzen und Perspektiven für die eigene konkrete Arbeit vor Ort.

Eine Kooperation mit dem Arbeitsfeld Ehrenamt und Gemeindeleitung im Haus kirchlicher Dienste, Hannover. 

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.
 

 

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in den mittleren Amtsjahren

Leitung:
Michael Bornschein
Sissy Maibaum

Ort:
Pastoralkolleg im Kloster Drübeck

Kolleg Nr. 34

Wer schon seit einigen Jahren im Pfarramt tätig ist, verfügt über einen großen Schatz an beruflichen und geistlichen Erfahrungen zwischen Gelingen und Scheitern, Gemeinschaft und Einsamkeit.

Die Bilanz- und Orientierungstage im Pastoralkolleg Drübeck wollen helfen, diese Erfahrungen in Tagen des gemeinsamen Lebens an einem wohltuenden Ort im Nachsinnen über die Schrift und im kollegialen Gespräch miteinander und persönlich zu reflektieren. Sie bieten die Chance, für 10 Tage aus dem beruflichen Alltag herauszutreten, sich geistlich zu vergewissern und neue Impulse und Orientierung für den weiteren beruflichen Weg zu bekommen.

Einige Elemente des Kollegs sind:

  • gemeinsames geistliches Leben mit Tagzeitgebeten in der romanischen Klosterkirche
  • tägliches Gespräch mit der Heiligen Schrift
  • Bearbeitung von „Brennpunkten“ in Kleingruppen in kollegialer Beratung
  • Zeit zum persönliche Nachdenken, Lesen, gemeinsamen Singen und für sportliche Aktivitäten
  • eine Exkursion in der näheren Umgebung; gemeinsame Wanderungen

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Mittwoch der Folgewoche um 13.00 Uhr.

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Langzeitfortbildung Gottesdienst

1. Woche: 31.08.-04.09.2020 - Worte finden
Ort: Pastoralkolleg Ratzeburg

2. Woche: 19.04.-23.04.2021 - Qualitäten entdecken
Ort: Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

3. Woche: 20.09.-24.09.2021 - Klangräume füllen
Ort: Michealiskloster Hildesheim

Leitung:
PD Dr. Folkert Fendler
Anne Gidion

Referent*innen
Prof. Dr. Jochen Arnold
Claudia Aue
Hilmar Gattwinkel
Felix Ritter

Kolleg Nr. 35

Alles was man liebt, kann man üben. In einem Dreischritt von festen und freien Texten, dramaturgischer Qualität und musikalischer Gestaltung kommt ein Jahr lang der Gottesdienst in den Blick. Der Sonntagsgottesdienst – aber auch kleine Formen von Andacht, Gebet, Einstimmung. Wir üben und vertiefen, entdecken neu und legen frei. Die Klosterorte Ratzeburg, Loccum und Hildesheim sind der Rahmen für die würdige Überlieferung. Im Labor probieren wir aus, was für heute und für die jeweiligen Personen und Gemeindesituationen trägt.  

Die Langzeitfortbildung ist nur als Ganzes buchbar. Eine Kooperation mit dem Pastoralkolleg Ratzeburg und dem Michaeliskloster.

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"Berufung" in ökumenischer Perspektive

Leitung:
Dr. Veronika Pielken
Anne Gidion

Referentinnen
Dr. min. Sandra Bils
Maria Herrmann

Ort:
Pastoralkolleg Ratzeburg

Kolleg Nr. 36

Am Anfang steht das „Warum“. Was treibt mich an, warum habe ich einen geistlichen Beruf gewählt? Welche Rolle spielt dabei das Thema „Berufung“? Kann man das beschreiben und fassen, ohne in Sprachformen zu geraten, die außerhalb der Kirche unverständlich sind?

Im Kolleg arbeiten wir mit biblischen Bildern, erzählen von eigenen Lebenswegen. Wir fragen, wo das eigene Herz schlägt, und nähern uns möglichen Charismen. Zugleich diskutieren wir verschiedene Vorstellungen von Kirche und ihrer Sendung. Geistliche und organisatorische Fragen gehören dabei eng zusammen. All dies geschieht in ökumenischer Weite und immer mit der Frage nach dem „Warum“.  

Inhalte und Methoden:

  • Bibelarbeit zum Thema „Berufung“
  • Charismenorientierung
  • Kirchenbilder 
  • Missionarische Kirche heute
  • Ökumenische Perspektiven
  • Der goldene Kreis nach Simon Sinek

 (Zur Einstimmung: https://www.ted.com/talks/simon_sinek_how_great_leaders_inspire_action)

Für Teilnehmende aus dem Bereich des Pastoralkollegs Niedersachsen stehen drei Plätze zur Verfügung.

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Grundkurs Bibliolog

Leitung:
Martina Rambusch-Nowak

Referent:
Frank Muchlinsky

Ort:
Evangelisches Bildungshaus Rastede

Kolleg Nr. 37

Der Bibliolog ist eine Auslegungsmethode, mit der in Gemeinde und Schule die biblischen Texte lebendig werden und die Zwischenräume (=weißes Feuer) zwischen den Buchstaben (=schwarzes Feuer) zu reden beginnen. Die Form hat Ähnlichkeiten mit dem Bibliodrama, ist aber strukturierter und leitungszentrierter, da die Leitung die Aussagen sprachlich aufnimmt und weiterführt. Dennoch beteiligt der Bibliolog alle an der Auslegung und ist unkompliziert im Alltag von Gemeinde und Schule einsetzbar. Der Grundkurs befähigt, mit dieser Methode zu arbeiten und schließt mit einem Zertifikat ab.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Leitung:
Christian Stasch

Referentin:
Prof. Ursula Rudnick

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsene, Loccum

Kolleg Nr. 38

Wer Judentum hört, mag zuerst an gegenwärtige Bedrohungen jüdischen Lebens denken. An Hassmails, Vandalismus und Anschläge. Jüdische Gottesdienste finden unter Polizeischutz statt. Wie lebt es sich unter diesen Bedingungen?

Dieses Kolleg nimmt aktuelles jüdisches Leben in Niedersachsen in den Blick und fragt nach dessen aktuellen Herausforderungen. Hierzu machen wir uns auf den Weg u.a. in die Liberale Jüdische Gemeinde in Hannover und hören Berichte und Einschätzungen aus verschiedenen Perspektiven.

 

Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit den christlich-jüdischen Beziehungen und fragen nach Gelingendem, Herausforderungen und Möglichkeiten des christlich-jüdischen Dialogs.

Ein Exkursionstag führt uns nach Hannover.

Kombinierbar mit Nr. 39: „Islam in Niedersachsen“ 09.-11.09.20

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Mittwoch um 13.00 Uhr.

zur Anmeldung

Leitung:
Christian Stasch

Referentin:
Prof. Dr. Wolfgang Reinbold

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 39

Den Islam gibt es so nicht. Es gibt Schiiten, Sunniten, Aleviten, Ahmadis und weitere Richtungen. Es gibt mehrere Verbände, die als Ansprechpartner fungieren, und, seit einigen Jahren, ein universitäres Institut für Islamische Theologie. Viele Christen und andere Nichtmuslime setzen sich dafür ein, dass Muslime in Niedersachsen ihren Glauben leben können, anderseits sind in der Gesellschaft, oft aus Unwissenheit, auch deutliche Ressentiments gegenüber Muslimen hörbar.

Das Kolleg wird einen Überblick über den vielfältigen Islam sowie über Dialogmöglichkeiten geben und enthält einen Exkursionstag nach Osnabrück.

Kombinierbar mit Nr. 38: „Judentum in Niedersachsen“ 07.-09.09.

Das Kolleg beginnt am Mittwoch um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Ein Steinbildhauerkurs

Leitung:
Axel Kawalla
Axel Richter

Ort:
"Haus am Schüberg", Ammersbek

Kolleg Nr. 40

Da steht er, auf einem Hauklotz: Ein großer, harter Kalkstein aus dem Weserbergland. Wir behauen ihn. Manche unserer Ideen brechen sich an der steinernen Masse. Dann denken wir um, probieren aus. Neues entsteht.

An der Arbeit am Stein wird exemplarisch erfahrbar, was wir auch aus anderen Lebensbereichen kennen: Beruflich oder privat auf Widerstände, Schweres und Hartes zu stoßen und nach kreativen Lösungen zu suchen.

Schwerpunkt dieser Kurswoche wird die bildhauerische Arbeit sein. Unter fachlicher Anleitung gestaltet jeder und jede die eigene Skulptur, die am Ende mit nach Hause genommen wird. Hinzu kommen Werkstattgespräche, theologische Reflexionen sowie ästhetisch-künstlerische Fragestellungen. 

Der Kurs beginnt am Sonntagabend mit dem Abendessen.Die Zahl der Teilnehmenden ist auf zehn Personen begrenzt.

Aufgrund der Materialkosten wird zusätzlich zur Eigenbeteiligung ein nach Stellenumfang gestaffelter Beitrag von € 100,00, € 75,00 bzw. € 50,00 erhoben.

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Gut, gesund und gern arbeiten

Leitung:
PD Dr. Fendler

Referent*innen:
Tilman Kingreen
Claudia Schubert
Dr. Friedrich Ley
Dr. Michael Glüer

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 41

Pastorin und Pastor ist man mit Haut und Haar, Leib und Seele, mit Gaben und Grenzen. Das Kolleg möchte für einen ganzheitlichen Blick auf das Pfarramt sensibilisieren. Beruf und Gesundheit sind eine Gemeinschaftsaufgabe. Wie müssen Strukturen verändert und gelebt werden, um gesund arbeiten zu können? Was kann ich als Person tun? Welche mentalen Strategien gibt es? Wie kann ich mich auch in resonanzarmen und herausfordernden Zeiten immer wieder neu motivieren? Welche salutogenen Angebote hält die Arbeitgeberin Kirche für mich bereit?

Der Dialog mit einem Betriebsarzt von der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) sowie eine Betriebsbesichtigung weiten unseren Erfahrungshorizont.  

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr,

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Ein Kolleg in Wien

Leitung:
Imke Schwarz
Dr. Matthias Surall

Referent:
Dr. Michael Wolf

Ort:
Don-Bosco-Haus, Wien

Kolleg Nr. 42

Friedhöfe sind Orte der Kultur: Die Sepulkralkultur der vergangenen Jahrhunderte wird erfahrbar, der aktuelle Umgang mit Tod und Sterben in seinen theologischen und gesellschaftlichen Dimensionen greifbar. Friedhöfe sind Orte der Kunst: Epochen der Kunst- und Architekturgeschichte lassen sich an Grabgestaltung und Gebäuden studieren – bis in die Gegenwart. Gleichzeitig sind Friedhöfe Schnittmengen des öffentlichen Raumes und der kirchlichen Nutzung sowie kulturtheologischen „Bespielung“.

In diesem Kolleg erkunden wir ausgewählte Friedhöfe in Wien (z. B. Zentralfriedhof, St. Marxer Friedhof). Der Friedhof kommt als multipler Lernort und Hort für Kunst und Kultur in den Blick: in religionspädagogischer, kulturtheologischer und spirituell-sehnsuchtsvoller Perspektive.
Überdies wird es Zeiten für eigene Erkundungen in Wien geben.

Das Kolleg beginnt am Montag um 18.00 Uhr und endet am Sonntag um 9.00Uhr.

Aufgrund der erhöhten Kosten für den Auslandsaufenthalt muss zusätzlich zur gestaffelten Eigenbeteiligung die An- und Abreise von den Teilnehmenden selbst organisiert und finanziert werden.

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Eine Werkstatt für Mut-Rituale

Leitung:
Britta Hemshorn de Sanchez

Ort:
Pastoralkolleg Ratzeburg

Kolleg Nr. 43

Gewalt ist Teil der menschlichen Geschichte. Aktuelle und vergangene, individuelle und kollektive Gewalterfahrungen lähmen, isolieren und führen oft zu neuer Gewalt.

Wie können Menschen mit Gewalterfahrungen hilfreich begleitet und unterstützt werden? Rituale können Halt bieten, um wieder zurück in die Lebendigkeit und in eine Gemeinschaft zu finden. Kirche kann ein Raum sein, in dem Zusammengehörigkeit, Heilwerden und Heiligung erfahrbar werden. So können neuer Lebensmut, Sinn und Gestaltlust wachsen.

In dieser Werkstatt entwickeln wir Mut-Rituale, Liturgien und Projekte, die in die Verbundenheit zurückführen. Inspirieren lassen wir uns von biblischen Texten und Liturgien, von Erfahrungen anderer Kulturen in der Verarbeitung von Gewalt, Trauma und Schuld und von der kreativen Kraft der Kunst. 

Inhalte und Methoden:

  • Begriffsklärungen Gewalt, Trauma, Opfer, Heilung
  • Gottes- und Menschenbilder
  • Story telling
  • Healing of memories
  • Circle of life (Joanna Macy)
  • Schreibwerkstatt
  • Ausdruckstanz / Körperarbeit

In Kooperation mit dem PTI der Nordkirche. Für Teilnehmende aus dem Bereich des Pastoralkollegs Niedersachsen stehen drei Plätze zur Verfügung.

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Ein Kolleg für Männer und Frauen

Leitung:
Dirk Schliephake

Refereten:
Stephan Rodrego
Jochen Westhof

Ort:
Michaeliskloster Hildesheim

Kolleg Nr. 44

95,0% der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in Gottesdiensten mit Kindern sind weiblich, lediglich 5,0 % männlich. Bei beruflichen Mitarbeiter*innen überwiegen ebenfalls Frauen (60,0% zu 40,0%). Und EKD-weit nehmen mehr Mädchen als Jungen im Alter zwischen 5 und 11 Jahren an gottesdienstlichen Angeboten teil.

Wir fragen uns: Wo bleiben die Jungen und Männer in der Kirche mit Kindern? Was bedeutet ihr Fehlen für das spätere Kirchenverhältnis? Spielen tradierte gesellschaftliche Bilder/Klischees von Jungen und Mädchen bzw. von Kirche/Gottesdienst eine Rolle?

Was sagt die noch relativ junge Jungenforschung? Glauben Jungen und Männer anders? Haben sich evangelische Väter aus der religiösen Begleitung von Kindern in Deutschland verabschiedet? Welche Jungen- bzw. Männerbilder der Bibel und in medial inszenierten Stories brauchen Jungen als Vorbilder?

Gemeinsam mit Kindergottesdienst-Experten aus der Nordkirche entwickeln wir neue Perspektiven für Gottesdienste, die Jungen (und Mädchen) heute und künftig begeistern.

Eine Kooperation mit dem Arbeitsbereich Kindergottesdienst im Michaeliskloster Hildesheim.

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Berufsbiographische Vergewisserung auf dem Wege

Leitung:
PD Dr. Folkert Fendler
Claudia Panhorst

Ort:
Haus Germania, Wangerooge

Kolleg Nr. 45

„Der Pfarrberuf ist der schönste der Welt.“ – „Der Pfarrberuf ist der schwierigste der Welt.“ Zwischen diesen Sätzen bewegt sich, wie Pastorinnen und Pastoren ihren Beruf einschätzen. Wer schon länger in ihm unterwegs ist, wird wohl beides schon gesagt haben, denn ambivalente Erfahrungen gehören zu diesem Beruf: gelobt im Kirchenvorstand, kritisiert nach dem Gottesdienst, fröhlich und glaubensgewiss, ausgepowert, motiviert vor der Konfigruppe, euphorisiert und workoholisiert.

Das berufsbiographisch orientierte Kolleg bietet die Chance, für zehn Tage aus dem beruflichen Alltag herauszutreten, sich geistlich zu vergewissern und neue Impulse und Orientierung für den weiteren beruflichen Weg zu bekommen. Der Kurs wird bestimmt sein von Bibelarbeiten, kollegialer Beratung, Austausch über pastoraltheologische Themen, Andachten und Freiräumen für das eigene Nachdenken, Lesen, Sich-Bewegen.

Das Kolleg richtet sich an Pastor*innen, deren Ordination mindestens zehn Jahre zurückliegt und die noch mindestens zehn Berufsjahre vor sich haben. Es beginnt am Mittwoch und endet am Freitag der Folgewoche. Die Uhrzeiten werden bekannt gegeben, sobald der Tideplan vorliegt.

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Treffen der Kirchenkreis- bzw. Propsteibeauftragten

Leitung:
Christian Stasch
Imke Schwarz

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 46

Einmal im Jahr kommen Interessierte an der Pfarrer*innen- und Diakon*innenfortbildung in Loccum zusammen, um gemeinsam mit der Studienleitung des Pastoralkollegs Fragen des Profils, der Organisation und der inhaltlichen Ausrichtung zu diskutieren. Neben exemplarischer Themenentwicklung steht in der Regel ein aktueller Arbeitsschwerpunkt im Mittelpunkt, der einige Monate vorher festgelegt wird.

Eine offene Anmeldung zu diesem Kolleg ist zwar nicht möglich. Denn der Teilnehmerkreis des Netzwerks besteht aus Vertretern der Kirchenkreis- bzw. Propsteikonvente, die durch ihren Konvent für die Beratung des Pastoralkollegs eigens beauftragt wurden. Wer bisher schon zu diesem Kreis gehörte, erhält eine persönliche Einladung zu diesem Netzwerktreffen. Da aber viele Propsteien und Konvente bisher nicht vertreten sind, laden wir auf diesem Wege interessierte Personen ein, sich ein entsprechendes Mandat ihres Konventes zu holen und sich beim Pastoralkolleg zu melden.

Das Kolleg beginnt am Donnerstag um 11.00 Uhr und endet am Freitag um 14.00 Uhr.

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Kirchliche Apps für die Arbeit in Schule und Gemeinde

Leitung:
Dr. Simone Liedtke
Imke Schwarz

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 47

„Wann fährt der Bus?“ „Was läuft heute im Kino?“ „Wie viele Schritte bin ich heute schon gegangen?“ „Kein Problem, ich schau mal in die App!“ Apps sind unsere täglichen Begleiter geworden. Die kleinen Programme fürs Smartphone bieten schnellen und handlichen Service, Information und Unterhaltung. Auch im kirchlichen Kontext haben die Apps Einzug gehalten. In diesem Kolleg stellen wir Apps vor, die in der Gemeindearbeit und im Religionsunterricht eingesetzt werden können. Von der „Kirchenjahresapp“ der VELKD über die  KonApp für die Konfirmandenarbeit bis zu medienpädagogischen Apps. Die Teilnehmenden bekommen die Gelegenheit, sich mit den Anwendungen vertraut zu machen und damit Bausteine für die eigene Arbeit zu gestalten.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Mittwoch um 13.00 Uhr.

Eine Kooperation mit Religionspädagogischen Institut Loccum.

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Leitung:
Christian Stasch

Referent*in:
Sandra Deike
Manfred Büsing

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 48

Enttäuschung, Elend, Einsamkeit, aber auch Wohlgefühl und Lust – all das ist dem Tango Argentino in die Wiege gelegt.

In diesem experimentellen Kolleg geht es um Improvisation und einfache Schrittfolgen, Achtsamkeit für das Gegenüber, Führen und geführt werden, kaum merkbare und doch wirksame Impulse - und dabei um das Miteinander von Melancholie und Eleganz. Dem werden biblische und theologische Impulse u.a. zu Trauer und Trauerbewältigung an die Seite gestellt. Die eigene Gemeinde-, Gottesdienst- und Seelsorgepraxis kommt so ins Spiel.

Getanzt wird in immer wieder neuen Konstellationen (allein/zu zweit/in der Gruppe), Teilnahme ist also für jeden und jede individuell möglich. Vorerfahrung ist nicht erforderlich – vielmehr die Bereitschaft, sich auf Bewegt-Bewegendes einzulassen.

Das Kolleg beginnt am Mittwoch um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Predigen in der Advents- und Weihnachtszeit

Leitung:
Christian Stasch

Ort:
Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kolleg Nr. 49

Advent, Weihnachten, Jahreswechsel – wir feiern das nicht zum ersten Mal, wir sind mit den Bräuchen und Bibeltexten vertraut. Auch die Gottesdienstgemeinde weiß in etwa, was sie erwartet. Macht das die Predigtaufgabe leichter? Eine Hitliste abgedroschener Predigt-Elemente lässt sich im Internet unter „bullshit-bingo-weihnachtspredigt“ finden und zeigt: Es ist durchaus schwer, das Alte so zu sagen, dass es neu und frisch und heute wird.

Dabei will diese Gottesdienst- und Predigtwerkstatt behilflich sein. Homiletische Impulse dienen der Erarbeitung von Predigten für Advent, Weihnachten und Jahreswechsel. In Kleingruppen stellen die Teilnehmenden ihre Predigtskizzen vor. Das gemeinsame Singen von alten und neuen Advents- und Weihnachtsliedern und der Austausch von erprobten Ideen kommen hinzu, zum innerlichen Ankommen im Advent.


Ziel ist es, am Ende drei Predigten oder Predigtskizzen im Gepäck zu haben und terminlich entlasteter in die Adventszeit gehen zu können.

Das Kolleg beginnt am Montag um 15.00 Uhr und endet am Freitag um 13.00 Uhr.

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Ist die Sünde noch zu retten?

Leitung:
Christian Egts
Dr. Thomas Ehlert

Referent:
Prof. Dr. Christian Möller

Ort:
Haus Germania, Wangerooge

Kolleg Nr. 50

Der Begriff „Sünde“ sagt vielen Menschen heute nicht mehr viel. Er führt zu Missverständnissen. Zwischen seiner Banalisierung, Moralisierung oder einer völlig "negativen Perspektivierung des Menschen und der Welt" (Isolde Karle) sieht sich manch Predigerin und Prediger auf verlorenem Posten.

Der Theologe Klaas Huizing fordert in seinem gleichnamigen Buch: "Schluss mit Sünde", dass der Begriff im Horizont der "Scham" neu gedacht werden solle. Ob dieser Vorschlag mit Luthers Forderung verbunden werden kann, wir Menschen müssten "große, starke, kräftige, fröhliche Sünder werden", ist eine von vielen Fragen, die sich stellen.

In dieser Woche soll mit Blick auf Bibel, Kirchengeschichte, Systematik und Homiletik ein tragfähiger Sündenbegriff erarbeitet werden.

Der Tagesablauf wird geprägt von Morgen- und Abendandachten, von Textarbeit am Vormittag und homiletischen Annäherungen am Nachmittag. Abends wird die Möglichkeit eröffnet, eigene Gedanken oder Forschungen zum Seminarthema (aber auch zu anderen Themen) vorzutragen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Das Kolleg findet von Montag bis Samstag statt. Die Zeiten werden später bekannt gegeben.

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