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Programm 2018

Terminkalender

29. Jan. 2018 - 02. Feb. 2018

„Ich werde nicht sterben, sondern leben.“ (Psalm 118,17)

29.01.2018 - 02.02.2018

Beginn: 18:00

Ende: 11:00

Leitung:

Irene Sonnabend

Ort: „Haus der Stille“, Kloster Drübeck

Kursnummer: 02


Dieses Pastoralkolleg im Haus der Stille lädt dazu ein, mit dem Geschehen der Passions- und Osterzeit tief und in Ruhe in Kontakt zu kommen. Dem dient das gemeinsame „Gespräch über der Bibel“, ergänzt durch meditative Wege und einige literarische Impulse.

Der Schwerpunkt in diesem Jahr wird bei den für Gründonnerstag und die Osternacht vorgesehenen Texten liegen. Wer bereits ins Schreiben für die Predigtarbeit kommen möchte, kann am dritten Tag Impulse ins kreative Schreiben und eine gemeinsame Lektoratsrunde nutzen. 

Die Nachmittage sind persönliche Resonanzzeit und können in erholsamem Schweigen und beim Wandern durch die Harzwälder bei Drübeck verbracht werden. Die Gebetszeiten in der Klosterkirche sowie das Sitzen in Stille zur Nacht geben diesen Tagen ihren Rhythmus.

06. Feb. 2018 - 09. Feb. 2018

Einmischen - und wie

06.02.2018 - 09.02.2018

Beginn: 15:00

Ende: 13:00

Leitung:
Christian Stasch

Referent, Referentin:
Henning Flad
Prof. Dr. André Kieserling
Lutz Krügener
Prof. Dr. Arnulf vo Scheliha
Dr. Jula E. Well

Ort: Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kursnummer: 03


Politische Kirche zwischen offenem Dialog und klarer Kante

Wenn als Kern des christlichen Glaubens ein sich einmischender Gott verkündigt wird, dann lässt sich auch das praktische Tun der Kirche als eine Art Einmischung beschreiben: Sie zieht sich nicht zurück. Glaube und aktuelle politische Herausforderungen werden in ein Verhältnis gesetzt. Dass die Kirche grundlegende (nicht nur für Christen gültige) Werte ins Spiel bringt, ist auch ein Motiv der gegenwärtig in der EKD favorisierten „Öffentlichen Theologie“.

Die politische Ethik der Gesamtkirche wird in Bischofspredigten, Denkschriften und der Mitarbeit in Kommissionen sichtbar. Auch eine Gemeindepastorin äußert sich in Ansprachen, Predigten und Fürbitten politisch, wirkt aber auch durch ihre Gespräche und Vernetzung vor Ort – etwa im Bereich der Flüchtlings- oder Friedensarbeit sowie in diakonischen Handlungsfeldern.

Dieses Kolleg gibt Anregungen: In welcher Weise kann und soll die Kirche überhaupt politisch sein? Was sind Grundbegriffe politischer Ethik (z.B. Freiheit,  Moral, Recht, Schriftverständnis, Verantwortung)? Welche christlichen Antworten auf Radikalismus und Populismus sind möglich? Wie kann die Kirche sich für „gerechten Frieden“ stark machen? Schließlich: Wie könnte politische Predigt funktionieren und dabei der Plattheit entgehen?

12. Feb. 2018 - 16. Feb. 2018

Vom Zeremonienmeister zur Dienstleisterin

12.02.2018 - 16.02.2018

Beginn: 15:00

Ende: 13:00

Leitung:
Dr. Folkert Fendler

Referent, Referentin:
Prof. Dr. Thomas Klie
Kathrin Oxen

Ort: Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kursnummer: 04


Längst umfasst das kasuelle Feld mehr als nur die Klassiker: Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung. Neue Kasualien zu biographischen und familiären Situationen entstehen, aber auch Kasualien im öffentlichen Raum. Kasualien sind heute eine eigene volkskirchliche Religionsform, die die Kasualnachsuchenden von Fall zu Fall aktivieren. Dabei steigen mit der Breite des Angebots die Ansprüche an ihre Gestaltung. Die Pfarrerschaft fühlte sich in der Rolle des Zeremonienmeisters von jeher nicht wohl – heute findet sie sich in der Rolle der Dienstleisterin wieder.

Wie können Kasualverantwortliche auf solche Ansprüche angemessen reagieren? Wo ist ein weites Herz gefragt, wo eine klare Grenze zu ziehen? Die Wahrnehmung der rasanten Entwicklung im kasuellen Feld verbindet das Pastoralkolleg mit der theologischen Besinnung auf den Kern evangelischer Kasualpraxis.

Ein eigener Schwerpunkt ist der Kasualrede gewidmet. Wie können in ihr Biographie und Theologie miteinander verbunden werden? Wie kann der Reichtum biblischer Lebens- und Glaubenserfahrungen für die Deutung individueller Biographien erschlossen und mit seiner Hilfe unverwechselbare Biographien statt austauschbarer Lebensläufe generiert werden.

19. Feb. 2018 - 23. Feb. 2018

„Utbüxen kann keenen …“ Seelsorge an alten Menschen

19.02.2018 - 23.02.2018

Beginn: 15:00

Ende: 13:00

Leitung:
Anita Christians-Albrecht
Walter Scheller

Referent, Referentin:
Horst-Dieter Büschel
PD Dr. Maike Schult
Heinrich Siefer
Gerhard Sprakties

Ort: Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kursnummer: 05


Unsere Gesellschaft wird immer älter. Dabei ist Altersdurchschnitt der evangelischen Kirchenmitglieder im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sogar noch höher. Die Verschiebungen im Generationengefüge haben Auswirkungen in allen Lebensbereichen, vor allem auf das Gesundheitswesen und in die Pflege.

Die Mehrzahl aller Pflegebedürftigen wird zu Hause und von Familienangehörigen betreut. Pflegende kommen immer wieder an ihre Grenzen, so dass auch sie seelsorgliche Begleitung brauchen. War die Altenseelsorge unserer Kirche bisher auf die Alten- und Pflegeheime ausgerichtet, muss sie zukünftig verstärkt die Situation in den Familien mit Pflegebedürftigen in den Blick nehmen. Vermehrt könnten auch Gottesdienste und andere Veranstaltungen für Hochbetagte und Demenzkranke in den Gemeinden angeboten werden.
Grundkenntnisse im Bereich der Altersdemenz, der Trauma-Forschung und der Symbolsprache Sterbender sind hier hilfreich. In ländlichen Regionen ist dabei das Plattdeutsche oft noch eine besondere Brücke, über die auch Verwirrte und Sterbende noch erreicht werden. Das Kolleg richtet sich an Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Arbeit mit alten Menschen.

Eine Kooperation mit dem Zentrum für Seelsorge, Hannover

26. Feb. 2018 - 27. Feb. 2018

Distanz als Kitt der Kirche? 2. Theologischer Salon

26.02.2018 - 27.02.2018

Beginn: 13:30

Ende: 13:00

Leitung:
Dr. Folkert Fendler

Referent:
Prof. Dr. Gerald Kretzschmar

Ort: Pastoralkolleg Niedersachsen, Loccum

Kursnummer:


Seit Jahren zeigen Untersuchungen, dass Kirchenbindung auch bei solchen Mitgliedern hoch sein kann, die Angebote der Kirche kaum nutzen. Offenbar schafft nicht nur die in der Kirche oft idealisierte soziale Nähe Kirchenverbundenheit. Im Gegenteil scheint die Wahrung oder zumindest die Akzeptanz von Distanz für viele Menschen sogar eine höhere Bindungskraft zu entfalten als das Drängen nach Vergemeinschaftung.
Die „Theorie der mediatisierten Kommunikation“ beschäftigt sich mit Kommunikationsmustern unter den Bedingungen der Moderne. Gerald Kretzschmar hat die Bedeutung dieser Theorie für die Kirche erforscht und eine praktische Theologie mediatisierter Kommunikation entworfen. Am Beispiel des Gottesdienstes und anderer gemeindlicher Arbeitsfelder sollen die zum Teil überraschenden Folgerungen aus dieser Theorie für die Gemeindearbeit diskutiert werden.

Literatur:
Gerald Kretzschmar, Kirchenbindung. Praktische Theologie der mediatisierten Kommunikation, Göttingen 2007; ders. Mitgliederorientierung und Kirchenreform. Die Empirie der Kirchenbindung als Orientierungsgröße für kirchliche Strukturreform, in: PTh 101 (2012), 152ff.

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